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Fünf Minuten mit Michael Day, Architekt .

Mitarbeitende 27 May 2021

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, eine Karriere als ArchitektIn oder IngenieurIn einzuschlagen, ein berufsbegleitendes Studium ist eine davon. Michael Day, einer unserer ArchitektenInnen, berichtet über seine Erfahrungen.

Highlights .

  • Branchenübergreifende Durchführung von Projekten
  • Berufsbegleitendes Studium
  • MentorIn aus dem Unternehmen als BegleiterIn durch den Entwicklungsprozess

Was sind Deine Aufgaben?

Meine Aufgaben unterscheiden sich wahrscheinlich ziemlich von dem, wie man sich gemeinhin die Arbeit von ArchitektInnen vorstellt. Ich zeichne nicht den ganzen Tag Fassaden auf Papierbögen oder in Grand Designs! Mein Aufgabenbereich ist sehr breit gefächert und umfasst die unterschiedlichsten Aspekte - sie sind meistens von der RIBA-Programmstufe des Projekts abhängig, an der man gerade arbeitet. In jüngster Zeit habe ich meistens in Stufe 4, dem Technischen Design, zu tun, d.h. ich zeichne Details, erstelle Produktspezifikationen, schreibe Berichte und stimme mich mit anderen Design-Bereichen ab. Manchmal sind es Entwürfe im grossen Massstab, andere Male wirklich kleine, aber bedeutsame Details, so muss man z. B. für die Beschaffung eines benötigten Teils wirklich ins kleinste Detail gehen, um alles richtig zu machen.

Ich bin jetzt seit 13 Jahren hier und habe an Projekten in den meisten unserer Geschäftsbereiche mitgearbeitet, vorrangig Bahn, Luftfahrt, Pflege und Life Sciences. Das ist ein echter Pluspunkt dieser Art der beruflichen Entwicklung: Dadurch, dass man schon so früh in das Berufsleben einsteigt, kann man an den unterschiedlichsten Dingen arbeiten, ganz anders als wenn man den traditionellen Weg über die Universität geht.

Wie bist Du zur Architektur gekommen?

Als Kind habe ich gerne das Computerspiel „Die Sims“ gespielt und habe immer Häuser gezeichnet. Als meine Eltern einen Anbau errichten liessen, habe ich mich hingesetzt und alle Pläne von Hand nachgezeichnet. Das ist nicht unbedingt ein klassisches Hobby für ein Kind, aber offensichtlich gab es etwas daran, was mich anzog! Als ich mein Abitur machte, wusste ich bereits, dass ich Architektur studieren wollte. Deswegen wählte ich die entsprechend empfohlenen Fächer, doch an der Universität verlor ich die Lust am Vollzeitstudium. Das war einfach nichts für mich, deswegen sah ich mich auf der Website der RIBA (Königliches Institut Britischer Architekten) um und schrieb verschiedene Firmen wegen eines Praktikums an. BakerHicks lud mich zu einem Gespräch ein und bot mir eine Stelle an. Mir gefiel die Flexibilität, die mir dort ermöglicht wurde. Damals wusste ich noch nicht, ob ich BautechnikerIn oder ArchitektIn werden wollte, aber man gab mir ein Jahr Zeit, in dem ich an verschiedenen Dingen arbeiten konnte, um das herauszufinden. Dann habe ich vier Jahre lang in Teilzeit studiert, während der Vorlesungszeit war ich einen Tag pro Woche an der Universität und die restlichen Tage habe ich gearbeitet. So habe ich mein Examen, meinen Master und mein Diplom („Part 3“) gemacht. Ich begann 2009 und machte im vergangenen Jahr meinen Abschluss.

Wie war es gleichzeitig zu studieren und zu arbeiten?

Es ist nicht immer einfach, Studium und Arbeitszeit in Einklang zu bringen. Man verbringt viel Zeit am Schreibtisch und das soziale Leben leidet manchmal, doch es gibt sehr grosse Vorteile, wenn man diesen Weg einschlägt. Ich habe von Anfang an gelernt, wie die Arbeitswelt funktioniert und habe grosse Erfahrungen gemacht, die mir im Laufe meines Studiums sehr zugute kamen. Vor allem während des Diploms, da dort mein gesamter Werdegang berücksichtigt wurde. Und dank meiner Arbeit während des Studiums habe ich so viele Erfahrungen sammeln können, die ich als Vollzeitstudent einfach nicht gemacht hätte.

Die Unterstützung des Unternehmens war einfach unglaublich. Ich konnte immer jemanden fragen, wenn ich etwas nicht wusste oder es ein Problem gab. Ausserdem unterstützten sie mich durch Studientage und arbeitsfreie Tage, wenn ich für Prüfungen lernen musste. Das hat mir wirklich sehr geholfen. Ich hatte auch einen Mentor, der schon etwas weiter war. Wir gingen gemeinsam meine Arbeit durch und tauschten Ideen aus. Diese Unterstützung war wirklich unbezahlbar.

Kannst Du allen, die diesen Weg gehen wollen, einen Rat geben?

Das mag offensichtlich erscheinen, aber scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen oder um Hilfe zu bitten. Es gibt immer jemanden, der bereit ist, mit einem Dinge durchzugehen und sein Wissen weiterzugeben. Ein anderer wichtiger Punkt ist, die Erfahrungen, die einem geboten werden, so gut wie möglich zu nutzen und alles so anzunehmen, wie es ist. Das ist es, was den Unterschied ausmacht. Ich kann diesen Weg jedem nur empfehlen: Durch das berufsbegleitende Studium erhielt ich einen ganz neuen Blick auf das, was die Arbeitswelt wirklich ist. Ausserdem gibt einem die Tatsache, dass man bereits Geld verdient, eine gewisse Unabhängigkeit.

Was macht Dir an Deiner Arbeit am meisten Spass?

Besonders schön ist es, wenn man an der Planung eines Gebäudes mitgewirkt hat und es, wenn es fertig ist, betritt. Man hat einen Einfluss auf die Menschen und ihre Umgebung und es ist wirklich ein Privileg, das zu sehen, was man selbst geschaffen hat. Das und die Vielseitigkeit dieses Berufs. Es gibt so viele Aspekte und man lernt immer wieder etwas Neues und Interessantes dazu. Man kann technisch und kreativ zugleich sein. Die Architektur bietet beides.

Was ist Dein bislang grösster Erfolg?

Ohne Zweifel mein Abschluss. Es waren 11 arbeitsreiche Jahre und wenn ich darauf zurückblicke, wo ich am Anfang dieses Wegs - beruflich und persönlich - stand, dann erkenne ich in mir selbst eine enorme Entwicklung. Die Abschlussprüfung was extrem stressig, vor allem während des Lockdowns, weswegen das Kolloquium über Teams stattfand. Die Prüfung bestanden zu haben, war ein fantastisches Gefühl. Ich glaube, danach habe ich alle, die ich kannte, angerufen, um ihnen zu erzählen, dass ich jetzt ein „echter“ Architekt bin!

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